24. Januar 2008

Die lange Nacht der Museen

Sie wäre heute 65 geworden. Happy Birthday, Sharon!
Ja, der Januar hatte es bislang ganz schön in sich. Was für ein Jahresauftakt! Abgesehen von den denkbar unschönen Todesnachrichten aus den USA — übrigens kam gerade heraus, dass Brad Renfro wohl ein Kind hatte, das bei der Mutter in Japan lebt (seine Todesursache ist weiterhin unklar) — war mein 2008 bis jetzt irre schön. Die Musen wollen knutschen, so inspirierende und engelhafte musikalische und filmische Begegnungen durfte ich bereits haben. Chelito geht es gut, ich hab das Gefühl, er wird immer entspannter, bei Plus gibt es neuerdings einen köstlichen Darjeeling, der süchtig macht, die beruflichen Perspektiven scheinen gut.
Am Wochenende ist mal wieder eine Lange Nacht der Museen in Berlin. Nach langer Zeit wird’s mich wohl mal wieder ins Indische Museum verschlagen, das ist für mich immer auch ein bisschen ein Nachhausekommen. Ich weiß, es ist erst Donnerstag, dennoch möchte ich Euch allen schon jetzt ein stressfreies Wochenende mit viel Licht und Liebe wünschen. Macht’s Euch nett.

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16. Januar 2008

Renfro tot

Brad Renfro ist tot. Im Alter von 25 Jahren gestorben. Selbstmord? Überdosis? Unfall? Einer der attraktivsten und vor allem begabtesten jungen Schauspieler Hollywoods — man denke nur an »Apt Pupil« (Regie: Bryan Singer), »Bully« (Regie: Larry Clark) oder »Ghost World« (Regie: Terry Zwigoff)! Leider bekam er sein Privatleben und seine Drogensucht nie in den Griff. Wäre das nicht gewesen, hätte er der nächste Johnny Depp werden können. So ein talentierter, sensibler Mensch — und ein Mumpfi noch dazu! Ich bin sprachlos vor Schreck und todtraurig.

10. Januar 2008

Dr. mumpf. André Schneider?

Vielleicht liegt meine Zukunft doch in der Mumpfologie, ich weiss es nicht. Ich sehe mich schon als Amateur-Mumpfologe. Bedauerlich nur, dass das Fach bislang von den Universitäten in der EU nicht anerkannt wird. Darin ähnelt der Mumpfologe dem Schwanzologen, dessen Tätigkeit auch nicht gebührend gewürdigt wird. Immerhin aber ist das Aufgabengebiet des Schwanzologen klar definiert; er befasst sich mit dem Aufspüren, der Erforschung und dem Abmelken menschlicher Penisse respektive Schwänze. Was ein Penis ist, ist auch dem Laien klar, doch was ist ein Mumpfi? Bei dieser Frage zucken die meisten schon mit den Achseln.
Als Hobby-Mumpfologe kann ich aufklären: Ein Mumpfi ist ein Lebewesen — ein Mensch, ein Tier, eine Pflanze —, das sich durch herausragende Niedlichkeit auszeichnet. Tierbabys z. B. sind zu 99,4% Mumpfis. Die meisten von ihnen mutieren jedoch während des Heranwachsens zum Nicht-Mumpfi (Tigerhai, Neuweltgeier, Nacktmull usw.).

Wichtig ist natürlich die Unterscheidung zwischen einem tierischen, einem menschlichen oder einem pflanzlichen Mumpfi. Die pflanzlichen erfreuen sich leider keiner so grossen Bekanntheit wie beispielsweise die tierischen Mumpfis, aber ein recht prominentes Beispiel für ein pflanzliches Mumpfi ist der Bonsai. Auch Wildröschen können (je nach Größe und wissenschaftlich ermitteltem Niedlichkeitsfaktor) mumpfig sein. Orchideensprösslinge auch.
Ausgewachsene menschliche Mumpfis sind leider äußerst selten geworden. Die kindlich-verspielte, auch erfrischend verrückte Niedlichkeit wird — gerade in der so genannten »westlichen Welt« — frühzeitig wegsozialisiert, so dass man bei den Erwachsenen oft nur noch Mumpfi-Rudimente vorfindet. Die wenigen ausgewachsenen menschlichen Mumpfis, die man noch in freier Wildbahn antrifft, beklagen oft, wie hart es für sie ist, in dieser Gesellschaft mumpfig zu sein bzw. es zu bleiben.

2008/2009 möchte ich für ein stärkeres Mumpfi-Bewusstsein in der breiten Bevölkerung eintreten und auch zusehen, dass die Arbeit der Mumpfologen international Anklang findet. Worin diese Arbeit besteht? Zunächst natürlich im Aufspüren und Erforschen von Mumpfis aller Lebensformen. Dann natürlich im Schutz und Erhalt bedrohter Mumpfi-Arten. Eine Lebensaufgabe, der mehr Anerkennung gebührte. Denn eine Welt ohne Mumpfis wäre eine sehr arme, sehr trostlose Welt. Amen!