Rezept #42: Radicchio mit Trauben und Pilzen

Ein veganes Gericht, das in einer knappen halben Stunde zubereitet werden kann und locker für drei bis vier Personen reicht.

Zutaten:
1 Radicchio
250 Gramm grüne Weintrauben (kernlos)
150 Gramm Champignons
1 TL mittelscharfer Senf
Salz, Pfeffer
1 TL Zucker
2 EL Zitronensaft
2 EL Wasser
2 EL Weißweinessig
4 EL Traubenkernöl
4 EL gehackte Walnüsse
2 Stängel Basilikum

Zubereitung:
Den Radicchio putzen und in die einzelnen Blätter zerlegen, diese dann waschen, mit einer Salatschleuder trocknen und in mundgerechte Stücke zupfen. Die Weintrauben waschen und halbieren. Die Champignons putzen und in dünne Scheiben schneiden.

Für die Vinaigrette den Senf mit Salz, Zucker, Pfeffer, Zitronensaft, Wasser und Essig verrühren. Das Traubenkernöl untermischen und das Dressing abschmecken.

Den Radicchio mit den Trauben und den Champignonscheiben auf Tellern anrichten, mit der Vinaigrette beträufeln und mit den Walnüssen bestreuen. Den Basilikum abbrausen, trocken schütteln, die Blättchen fein hacken und den Salat damit garnieren.

André Schneider

Advertisements

Rezept #41: Fruchtige Entenspieße

Ein köstliches Gericht für vier Personen. Passt in jede Jahreszeit, aber die Ente hat schon etwas sehr Weihnachtliches.

Zutaten:
2 Entenbrüste à 300 Gramm
1 Ingwerknolle
2 Knoblauchzehen
1 Chilischote
4 EL Sojasauce
2 EL brauner Zucker
2 EL Mirin (süßer japanischer Reiswein)
1 frische Ananas
4 Stangen Zitronengras
2 Möhren
2 Stangen Staudensellerie
1 EL Olivenöl
1 Limette
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Für die Marinade Ingwer, Knoblauch und Chili würfeln und dann mit Sojasauce, dem braunen Zucker und Mirin verrühren.

Die Entenbrüste würfeln und die Ananas stückeln. Das Zitronengras vorne spitz zuschneiden. Fleisch und Ananas abwechselnd auf die Zitronengras-Spieße schieben, mit drei Vierteln der Marinade bestreichen und zugedeckt im Kühlschrank etwa zwei Stunden marinieren.

Möhren und Staudensellerie stifteln und in Öl und der restlichen Marinade anbraten. Mit 200 ml Wasser auffüllen und etwa acht bis zehn Minuten köcheln lassen. Mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Enten-Ananas-Spieße circa zwei Minuten von allen Seiten direkt grillen und etwa fünf Minuten indirekt weitergrillen. Mit dem Gemüse servieren und genießen. Wer auf Kohlenhydrate nicht verzichten will, kann dazu Reis essen.

André Schneider

Filmtipp #564 & Rezept #40: Birnenkuchen mit Lavendel

Birnenkuchen mit Lavendel

Originaltitel: Le goût des merveilles; Regie: Éric Besnard; Drehbuch: Éric Besnard; Kamera: Philippe Guilbert; Musik: Christophe Julien; Darsteller: Virginie Efira, Benjamin Lavernhe, Lucie Fagedet, Léo Lorléac’h, Hervé Pierre. Frankreich 2015.

Bevor Ihr Euch den Film anschaut, nehmt Euch bitte ein bisschen Zeit in der Küche und bereitet Euren eigenen Birnenkuchen vor. Glaubt mir, das macht den Filmgenuss noch schöner. Hier also erst einmal das Rezept für Birnenkuchen mit Lavendel (für eine Tarteform von 26 Zentimetern Durchmesser):

Zutaten:
130 g Mehl
1 EL Zucker
1 Prise Salz
60 g Butter
1 Ei
3 Birnen (weich)
1 TL Zitronensaft
2 EL Honig
2 TL essbare Lavendelblüten

Zubereitung:
Mehl, Zucker und Salz mischen, dann mit Ei und Butter zu einem Teig kneten. Die Teigkugel im Anschluss ca. eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Birnen waschen und in dünne Spalten schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Tarteform buttern, mehlen und mit dem ausgerollten Teig auslegen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und mit den Birnenspalten belegen. Den Kuchen dann ca. 50 bis 60 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Honig und Lavendelblüten leicht erwärmen. Den noch warmen Kuchen mit dem flüssigen Honig bestreichen und am besten warm servieren. Mit Eis oder leicht geschlagener Sahne ist die Tarte ein absoluter Hochgenuss! Guten Appetit! Und nun den DVD-Player anschmeißen…

Angenehm unverkitscht, aber voller Feingefühl und wohliger Leichtigkeit erzählt Éric Besnard eine Geschichte über die kleinen Wunder des Lebens. Die sonnendurchfluteten Bilder und die gemütliche Landhaus-Atmosphäre machen »Le goût des merveilles« (zu Deutsch: »Der Geschmack der Wunder«) zu einem unvergleichlichen Beispiel für jene Art von Wohlfühl-Kino, welches einen aus emotionalen Dunkelkammern herauszuholen vermag. Die Dreharbeiten fanden von August bis September 2014 in Nyons statt, einer der schönsten Gegenden der Provence.

Louise (Efira), eine junge Witwe mit zwei Kindern, führt nach dem Tode ihres Mannes dessen Hof mit Birnenbäumen und Lavendelfeldern weiter, hat allerdings mit der geschäftlichen Seite der Dinge kein Fortune. Die Bank drängt sie, eine Hypothek auf das Haus aufzunehmen, damit die Kreditraten weiter bezahlt werden können. Ihr Nachbar Paul (Laurent Bateau), der schon länger ein Auge auf sie geworfen hat, bietet ihr an, ihr ein Stück ihres Grundstücks abzukaufen. Louises Lage (und damit auch die ihrer Kinder) ist also denkbar prekär, als sie eines Tages auf dem Rückweg vom Markt auch noch einen jungen Mann anfährt und leicht verletzt: Pierre (supersüß: Lavernhe) leidet unter dem Asperger-Syndrom. Bei Stress verengt sich seine Wahrnehmung, und er ergreift die Flucht. Dinge, die er nicht leiden kann, markiert er mit kleinen, farbigen Punkten; Louises Kombi verpasst er gleich zwei. Louise nimmt Pierre vorübergehend bei sich auf, und Pierre gefällt es bei ihr. Seine Anwesenheit sorgt dafür, dass Louise die Welt bald mit anderen Augen sieht — und auch schicksalsmäßig scheint sich das Blatt für sie zu wenden… Die Botschaft des Films: Fahren Sie einen Asperger an, wenn Sie wollen, dass Ihnen das Glück hold ist.
Natürlich verlieben sich Louise und Pierre auch noch ineinander. Die Romanze zwischen den beiden ist possierlich und herzerwärmend anzuschauen. Die romantische Komödie entfaltet in der zweiten Hälfte einen geradezu zauberhaften Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Hier ist alles leicht verschoben, ein wenig anders. Regisseur Besnard schärft Louises Blick — und den des Zuschauers — für die oft winzigen Augenblicke der Magie, die das Leben für uns bereithält. Man schmeckt förmlich die Birnen der Provence — und plant insgeheim schon den nächsten Frankreich-Urlaub.

André Schneider