26. Februar 2010

Ich bin sehr froh, Euch mitteilen zu können, dass die Verträge nun unterschrieben sind. Alex und der Löwe wird im deutschsprachigen Raum von Pro-Fun Media und in Frankreich von Optimale verliehen. Wir freuen uns sehr, so namhafte Vertragspartner zu haben. Während wir in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch im Kino zu sehen sein werden, bekommen in Frankreich einen direkten DVD-Start.
     Mehr Infos folgen in Kürze!
     Beste Grüße aus dem auftauenden Berlin.

André

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17. Februar 2010

Über die familiären Höllenfahrten der vergangenen Wochen — Gespräche über Karzinome, Chemo, Bestrahlungen und Mastektomie — mag ich hier nicht schreiben, ich bin ziemlich mitgenommen und gehe sorgenvoll durch diesen (viel zu langen) Winter. Für die kommenden Wochen bleibt eigentlich nichts, als das Beste zu hoffen und auf die Kompetenz der Ärzte zu vertrauen.

Gleich mehrere Verleiher möchten Alex und der Löwe in ihr Programm aufnehmen, aber da ich noch keinen Vertrag unterschrieben, also noch keine definitive Zusage gemacht habe, werde ich erst später mit Details aufwarten können.
     In der ersten Märzwoche machen wir — auch das hat sich etwas in die Länge gezogen — die Tonendabmischung. Am Valentinstag haben wir bereits unsere Outtakes online geschickt:

Sade hat nach zehn Jahren ein neues Album auf den Markt gebracht, das hart kritisiert und von der Presse mit viel Häme bedacht wird.
     Helene Hegemann, VIP-Tochter mit besten Kontakten zum Feuilleton, hat einen (inzwischen preisgekrönten) Bestseller (ab)geschrieben. Als sie des Plagiats überführt wurde, war das nicht etwa Anlass zur Kritik. Nein, vielmehr stellen die Zeitungen, die ihre Collage — Roman mag ich das Werk nicht nennen — vorab in schwindelnde Höhen gelobt hatten, das Urheberrecht an und für sich in Frage, geistiger Diebstahl sei doch legitim. Die Berichterstattung über den Fall Hegemann schockierte mich in der vergangenen Woche zutiefst.
     Zunächst einmal ist es wahrlich nicht schlimm, nach Inspirationen zu suchen, und auch das Collagieren ist per se kein Verbrechen — Tarantino beispielsweise tut seit Anbeginn seiner Karriere nichts anderes —, auch das ist ein kreativer Prozess. Der Bestsellererfolg sei Frau Hegemann gegönnt, und natürlich soll die Zukunft einer jungen Frau, die einen Fehler gemacht hat (den sie bedauerlicherweise nicht wirklich einsieht), nicht zerstört werden. Aber es ist und bleibt schlicht und ergreifend Diebstahl!
     Würde ein x-beliebiger Autor einen Roman abschreiben, ihn als sein eigenes Werk verkaufen, schließlich die Bestsellerlisten erklimmen und erwischt werden, gäbe es keine Diskussionen, der Mensch würde medial geteert und gefedert werden und beruflich keinen Fuß mehr auf den Boden kriegen. Im vorliegenden Fall hingegen wird der Betrug relativiert, werden Vergleiche zu Shakespeare und Brecht und ethische Grundsätze in Zweifel gezogen. Eine besonders infame Form der Dekadenz.

Diese Seite wurde ein wenig erweitert, es gibt Lese– und Hörproben, damit’s hier nicht zu eintönig wird. So wächst dieser Blog peu à peu zu einem multimedialen Ereignis heran.
     Ich hoffe sehr, bald mit fröhlicheren Gedanken an Euch heran treten zu können und schicke die herzlichsten Grüße.
     Bis zum nächsten Mal!

André