8. Januar 2017

Soeben lese ich, dass Charles Manson, mittlerweile in seinen Achtzigern, krank und gebrechlich, zwischen Knast und Krankenhaus hin- und herpendelt. Offenbar ist er so schwach, dass er nicht mehr operiert werden kann. Das heißt wohl, dass sein Ende naht. Die Familien der Opfer werden ihre Toten dadurch nicht zurückbekommen, und ich bezweifle auch, dass Polanski oder die Tate-Familie so etwas wie Genugtuung empfinden werden, aber trotzdem ist es ein »guter« Gedanke, ein beruhigender.

Charles Manson begleitet mich gewissermaßen seit meiner Kindheit. Ich weiß nicht, ob ich schon zur Schule ging, als ich mich in Sharon Tate verliebte. The Fearless Vampire Killers lief zur Weihnachtszeit, mein Vater zeichnete ihn auf Video auf und nahm sich Tags darauf die Zeit, ihn mit mir zu schauen. Alleine hatte ich zu große Angst. Meine Mutter erzählte mir, dass Sharon Tate schon lange tot sei, von Einbrechern ermordet, als sie hochschwanger war. Das schien mir noch auf Jahre unbegreiflich, weil sie doch in Don’t Make Waves und The Wrecking Crew so vital, so schön war.
Als Teenager entwickelte ich für die Manson-Familie ein starkes Interesse. Klar war es auch die Faszination des Grauens und des Abgrunds, aber es haftete vor allem etwas historisch Interessantes an Charles Manson, das mich an Hitler und das Dritte Reich erinnerte. Manson war charismatisch, das war er sogar noch in den Interviews, die 1994, 25 Jahre nach den greulichen Taten, gesendet wurden. Etwas Archaisches, Ursprüngliches, Animalisches war ihm zu Eigen. Ich verstand, wieso ihm die Frauen reihenweise verfielen, wie es sein konnte, dass sich immer mehr Anhänger um ihn scharten, wie er, der den Großteil seines Lebens in Heimen oder Gefängnissen verbracht hatte, diesen neuen Status genoss. Herr Behme, mein Kunstlehrer, lieh mir zu jener Zeit das Buch »Helter Skelter« von Vincent Bugliosi aus, und ich verschlang es regelrecht. Die Mechanismen, die Manson (oder x-beliebige andere »Führer«) bediente, waren einfach — schockierend einfach! — und effektiv. Er war ein Verführer im doppelten Wortsinn. Seine Anhänger und Anhängerinnen waren zumeist junge Menschen, zum Großteil noch Teenager, labil, verwirrt reich an Idealismus, voller Fragen, Zweifel, auf der Suche nach ihrem oder wenigstens einem Platz im Leben. Es war die Zeit von Vietnam, von LSD und den Beatles. Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King ermordet. In San Francisco tanzten die Hippies. Manson lebte mit seiner family irgendwo in den Bergen von Los Angeles auf einer ausgedienten Ranch, die einst als Western-Filmkulisse gedient hatte. Man kiffte, vögelte und machte Musik am Lagerfeuer. Es fing also recht harmlos und plüschig an.
Dann, am 8. August 1969, befahl Manson vier Mitgliedern seiner Hippie-Kommune, zum Cielo Drive zu fahren und sämtliche Bewohner des Hauses 10050 zu töten: »Macht es grausam«, sagte er. In dem Haus befanden sich die 26jährige Sharon Tate, die hochschwangere Ehefrau Roman Polanskis, und einige Freunde. (Sie stand kurz vor der Niederkunft, ihr Mann hatte beruflich in London zu tun, und sie wollte nicht alleine sein.) Sie alle starben in dieser Nacht; kurz nach Mitternacht, also am 9. August, kletterten die Mörder über den Zaun des Anwesens. — Vor zwölf Jahren ungefähr übersetzte ich die Geschichte der Mordnacht, wie sie Greg King in seiner Tate-Biographie niedergeschrieben hatte. Ich veröffentliche sie hier unter anderem deshalb, weil im Netz so viele verfälschte Schilderungen der Morde zu finden sind (sogar auf Wikipedia), und weil Sharons Mörder, die gottlob immer noch einsitzen — Susan Atkins starb 2009 im Gefängnis von Chowchilla —, regelmäßig ihre Anträge auf Bewährung stellen. Die anderen Opfer waren Steve Parent, ein 18jähriger Schüler, der sich zufällig gerade auf dem Grundstück befand, Abigail Folger, Voyteck Frykowski und Jay Sebring.

Sharon Tate

Sharon Tate

Watson, Atkins und Krenwinkel betraten das Wohnzimmer. Eine Tischlampe auf dem Schreibtisch tauchte den Raum in gedämpftes Licht. Vor ihnen stand eine große, beige Couch, auf deren Rückseite eine amerikanische Flagge platziert war. Obwohl es über diese Flagge später Spekulationen geben sollte, erzählte die Haushälterin der Polanskis, Mrs. Chapman, der Polizei, dass sie wenige Wochen zuvor lediglich als Dekorationsstück auf die Couch gelegt wurde.
Erst, als sie um die Couch herumgingen, sahen sie, dass ein schlafender Mann auf ihr lag. Es war Voyteck Frykowski. Watson stand über ihm und sagte: »Wach auf!«
Voyteck schaute verwirrt auf, sah das ihn umzingelnde, neugierige Trio in dem verdunkelten Wohnzimmer und fragte: »Wie spät ist es?«
»
Halt’s Maul!« antwortete Watson. »Eine Bewegung und du bist tot.«
»
Wer seid ihr?« fragte Frykowski und richtete sich auf: »Was wollt ihr?« Als Antwort trat ihm Watson gegen den Kopf, und Frykowski fiel zurück auf die Couch, benommen.
»
Ich bin der Teufel«, sagte Watson in einer dunklen, leisen Stimme, »und ich bin hier, um des Teufels Werk zu verrichten.« Atkins’ Aussage zufolge war sein Tonfall verstörend, guttural.
Watson sagte Atkins, sie solle etwas suchen, womit sie Frykowski fesseln könnte. Sie durchsuchte verschiedene Räume und nahm sich schließlich ein Handtuch aus dem kleinen Badezimmer im Flur. Als sie zurückkam, orderte Watson, sie solle Frykowskis Hände fesseln. »Ich machte den Knoten so gut ich konnte«, erinnerte sich Atkins später, »aber ich wusste, dass er nicht sehr sicher war.«
Frykowski stellte weiterhin Fragen an die Eindringlinge, aber Watson schnitt ihm das Wort ab: »Noch ein Wort und du bist tot!« Er fragte nach Geld, und Voyteck deutete auf den Schreibtisch. In seiner Brieftasche befanden sich nur ein paar Dollar.
Watson gab Atkins den Auftrag, den Rest des Hauses zu durchsuchen. Sie ging in den kleinen Korridor, der zu den Schlafzimmern am Südende des Hauses führte. Die Tür zum Schlafzimmer, das sich Abigail und Voyteck teilten, stand offen. Als sie stehenblieb, sah Atkins Abigail Folger, die, gegen einen Stapel Kissen gelehnt, auf ihrem Bett ein Buch las. Als sie die Bewegung im Flur bemerkte, blickte Abigail auf. Wie ihr Freund im Wohnzimmer schlug auch sie keinerlei Alarm, als sie diese fremde junge Frau erblickte, die, ganz in schwarz gekleidet, mitten in der Nacht durchs Haus schlich. Sie lächelte sanft und winkte ihr zu. Atkins lächelte und winkte zurück. Abigail wandte sich wieder ihrem Buch zu.
Neben Abigails Schlafzimmer sah Atkins eine halboffene Tür. Sie öffnete sie langsam und guckte vorsichtig durch den Schlitz. Sharon saß auf ihrem Bett, den Rücken an die Wand gelehnt; Jay hockte auf dem Rand des Bettes, mit dem Rücken zur Tür. Keiner von beiden registrierte die geöffnete Tür und führten ihr Gespräch fort. Atkins zog die Tür leise zu. Als Atkins zurück ins Wohnzimmer ging, sah Abigail wieder die Bewegung, sah hoch und lächelte.
Im Wohnzimmer bemerkte Krenwinkel, dass sie kein Messer hatte. Sie verließ das Haus und ging die Einfahrt rauf, wo sie auf Kasabian traf, die in den Büschen in der Nähe des Tors kniete. Sie nahm Kasabians Messer, dessen kaputter Griff mit Tesafilm notdürftig repariert war, und ging zurück ins Haus.
Im Wohnzimmer erzählte Atkins Watson, dass sie noch drei weitere Menschen im Haus gefunden habe. Er griff sich das weisse Nylonseil, das er mitgebracht hatte und gab es Atkins mit der Order, sie solle Frykowskis Hände noch einmal fesseln. »Ich sagte ihm, er solle seine Hände über Kreuz legen«, gab sie später zu Protokoll. »Ich war nie sehr gut darin, Knoten zu machen, also wickelte ich das Seil einfach ein paar Male um seine Hände, aber ich habe gezittert, und alles ging so schnell, dass mein Knoten ziemlich schlecht war.«
Als sie fertig war, befahl Watson ihr, die anderen aus ihren Zimmern zu holen. Sie ging in den Flur zum ersten Schlafzimmer und trat in das Zimmer. Als Abigail von ihrem Buch aufsah, stand Atkins an ihrem Fußende, mit einem glänzenden Messer in ihrer Hand. »Steh auf und geh ins Wohnzimmer«, sagte sie. »Stell keine Fragen, tu einfach, was ich dir sage.« Abigail tat, wie ihr gesagt wurde. Sie ging ins Wohnzimmer, gefolgt von Atkins, die ihr das Messer in den Rücken hielt. Krenwinkel ging auf sie zu und trieb die Erbin mit erhobenem Messer in eine Ecke.
Atkins ging zur geschlossenen Tür am Ende des Flurs und schmiss sie mit Wucht auf. »Kommt mit mir«, sagte sie. »Kein Wort, oder ihr seid tot!«
Sharon blickte erschrocken auf: Die langhaarige Frau an ihrer Schlafzimmertür, schwarz gekleidet und barfuß, hatte ein Messer. Ohne ein Wort standen Sharon und Jay auf und folgten Atkins ins Wohnzimmer. »Sie war hochschwanger«, erinnerte sich Atkins, »mit dem Bikini, den sie trug, konnte man es deutlich sehen.« Sharon, so erklärte Atkins, »konnte nicht fassen, was passierte.«
Als Sharon sich der Tür zum Wohnzimmer näherte, blieb sie stehen. Sie sah Abigail, in der Ecke neben dem Kamin stehend neben einer weiteren unbekannten Frau, die ebenfalls schwarz trug und ein Messer drohend vor sie hielt. Voyteck lag auf der Couch, ein weißes Seil um seine Hände geschwungen. Ihr Blick landete schließlich auf Watson, groß, mit wilden Augen, wuscheligen Haaren und Vollbart. Sie zögerte für einige Sekunden. Watson rannte auf sie zu, packte sie grob am Arm und zog sie in den Raum. Als er das tat, betätigte er mit seinem Ellbogen den Lichtschalter im Korridor und löschte das Licht.
»
Was tut ihr hier?« fragte Jay. Er protestierte gegen die brutale Art und Weise, mit der Sharon behandelt wurde. Watson sagte, dass er, wenn er noch ein Wort sagen würde, sterben würde. Von der Couch flüsterte Voyteck: »Er meint es ernst.«
Watson schnappte sich die Rolle des Seils, das auf dem Boden lag und warf ein Ende über den langen Balken unter der Decke, wo eines Tages das Loft gebaut werden sollte. Als das Seil von der Decke baumelte, näherte er sich Jay und fesselte seine Handgelenke vor seinem Körper. Er wickelte das Seil einige Male um seinen Hals und stieß ihn dann in den gelben Armsessel links neben der Couch.
Er drehte sich zu Sharon und nahm das andere Ende des Seils und wickelte es eng um ihren Hals. Als er fertig war, orderte er die Gefangenen, sich auf den Bauch vor den Kamin zu legen. Sharon begann, ängstlich zu weinen. »Halt’s Maul!« schrie Watson sie an.
»
Siehst du nicht, dass sie schwanger ist?« fragte Jay und erhob sich von dem Sessel. »Lass sie sich setzen!« Er bewegte sich auf Sharon zu in einem Versuch, sich zwischen sie und den Unbekannten zu stellen. Sein Versuch, Sharon zu beschützen, sollte sich als fatal erweisen.
»
Ich sagte, ›Noch ein Wort und du bist tot!‹« schrie Watson. Ohne zu zielen, holte er den 22kalibrigen Buntline Revolver aus seiner Tasche und feuerte auf Jay. Die Kugel traf Sebring direkt unter seiner linken Achsel, in einem Winkel nach unten, und schlug sich durch seine fünfte Rippe in die Lunge, bevor sie in der Mitte des Rückens wieder austrat. Jay fiel zu Boden, krümmte sich auf dem Zebrafell vor dem Kamin. Watson trat ihm mehrfach ins Gesicht. Er bewegte sich nicht, lag regungslos auf dem Boden, und sein Blut floss schnell über sein dunkelblaues Shirt und seine schwarzweiß gestreiften Hosen.
Sharon und Abigail schrien beide auf, als Jay zu Boden ging. Es war keine leere Drohung. Diese Menschen hatten die Absicht, sie zu töten. Für einige Minuten war Sharon hysterisch, schluchzte laut. Dann, von ihrer Angst übermannt, war sie wieder still.
»
Ich will alles Geld, was ihr hier habt!« bellte Watson. Abigail, von Angst erfüllt, sagte, sie hätte noch etwas Geld in ihrer Handtasche im Schlafzimmer. Atkins ging mit ihr, führte sie mit dem Messer, als sie zurück ins Schlafzimmer ging und ihre schwarze Leinentasche nahm. Sie gab ihr nervös die 72 Dollar, die sich in ihrer Handtasche befanden. »Ich habe einige Kreditkarten«, sagte sie mit flehender Stimme. Atkins aber schüttelte den Kopf. Während sie alleine im Schlafzimmer standen, bat Abigail mit zittriger Stimme: »Bitte tut mir nichts. Ihr könnt alles haben.« Atkins einzige Antwort war ein harsches »Halt’s Maul!«
Wieder im Wohnzimmer, gab Atkins Watson die 72 Dollar. »Wollt ihr etwa sagen, das ist alles, was ihr habt?« brüllte er.
»
Wie viel wollt ihr?« fragte Frykowski.
»
Wir wollten Tausende!« antwortete Watson.
Falls Diebstahl wirklich das Motiv gewesen sein sollte, übersah das Mördertrio einiges: Eine teure Cartier-Armbanduhr war an Jays Handgelenk. Seine Brieftasche mit einigen hundert Dollar war in seiner Lederjacke auf einem Stuhl im Wohnzimmer. Auf dem Nachttisch neben Sharons Bett lagen gut sichtbar 18 Dollar Bargeld. Das Trio ignorierte all die teuren Gegenstände im Haus – einen Videorekorder, einen Fernseher, Stereoanlagen und mehrere Kameras sowie die drei Wagen in der Einfahrt.
In ihrer Angst schaffte Sharon es, sich zusammenzureißen und zu erklären, dass sie zwar nicht mehr Geld im Hause habe, aber jederzeit mehr Geld für sie auftreiben könne, wenn sie ihr nur etwas Zeit gäben. Watson brüllte sie an: »Du weisst, dass ich keine Witze mache?« Sharon schluchzte leise, betäubt vor Angst: »Ja, ich weiß.«
Watson griff sich Abigail und fesselte ihre Hände mit einem losen Teil des Seils, dessen Ende er um Sharons Hals gewickelt hatte. Dann wickelte er das andere Ende des Seils noch einige Male um Jays Hals, während der blutend am Boden lag. Als er an dem Seil zog, mussten Sharon und Abigail auf ihren Zehnspitzen stehen, um nicht stranguliert zu werden.
Plötzlich bewegte sich Jay. Er stöhnte und versuchte, über den Wohnzimmerboden zu kriechen. Schreiend beobachtete Sharon, wie Watson ihm mehrfach sein doppelklingiges Messer in den Rücken und in die Seiten rammte, wobei er seine Lungen durchstach. Er stand auf und trat Jay wieder und wieder ins Gesicht, bis er schließlich aufhörte, sich zu bewegen. Watsons wahnsinniges Lachen durchdrang den Raum. Ein böses Grinsen im Gesicht, sein Gesicht, seine Hände und sein Shirt blutüberströmt, bot Watson einen erschreckenden Anblick. »In diesem Moment«, schrieb Atkins später, »wusste ich, daß Tex kein Mensch war. Er war ein anderes Wesen.«
Watson sagte Krenwinkel, sie solle durchs Haus gehen und alle Lichter löschen. Die einzigen Lampen, die an waren, als die Polizei am nächsten Tage eintraf, waren die Schreibtischlampe und das Licht im kleinen Korridor, der zu den Schlafzimmern führte.
»
Was werdet ihr mit uns machen?« fragte Sharon.
»
Ihr werdet alle sterben«, erklärte Watson.
Sharon, Abigail und Voyteck begannen, um ihr Leben zu flehen. Innerhalb weniger Sekunden fing Voyteck an, mit dem Knoten zu kämpfen, der seine Hände zusammenhielt. Als Watson dies sah, gab er Atkins den Befehl, ihn zu töten. Sie rannte zur Couch und, nach ihrer eigenen Aussage, zögerte für eine Sekunde.
Diese Sekunde war alles, was Voyteck brauchte. Er schaffte es, seine Hände zu befreien und sprang auf und gegen Atkins, die mit ihm zu Boden vor dem Kamin fiel. In ihrem Kampf stiessen sie den Wohnzimmertisch um und rollten durch einen Stapel von Büchern, Filmskripts, Kerzenstummeln, Blumen und einer Schüssel voller Streichholzschachteln. Atkins stach Voyteck einige Male ins Bein, bevor er versuchte, wegzukrabbeln. Sie stürzte sich auf ihn und stach weiter zu, aber er griff hinter seinen Rücken und erwischte ihr langes Haar und zog so kräftig daran, dass beide nach hinten gegen den Armsessel fielen, vor dem Jay Sebring im Sterben lag. In dem Kampf verlor Atkins ihr Messer. Die Polizei fand es später mit der Klinge nach oben zwischen dem Sitzkissen und der Rückseite des Sofas. Sie rollten weiter auf dem Boden. »Überall war Blut«, erinnerte sie sich später. »Und über allem hörte ich diese Tate weinen und schluchzen.«

Voyteck kämpfte sich auf die Seite des Wohnzimmers, in Richtung Eingangshalle zur weit geöffneten Haustür. Atkins hing an ihm, schlug ihn mit ihren Fäusten. Watson beobachtete das Spiel stumm. Er hatte seinen Revolver benutzen wollen, aber er hatte Angst, vielleicht Atkins zu treffen. Anstatt dessen sprang er über Sebrings Leiche und griff Frykowski an. Sie fielen gegen die beiden grossen Schrankkoffer in der Eingangshalle, die sogleich umstürzten. Watson schrieb später in seinem Buch, wie »unheimlich kräftig« Frykowski war.
Als Frykowski die Tür zur Eingangshalle erreicht hatte, zielte Watson auf ihn und feuerte zweimal. Die erste Kugel traf Voyteck direkt unter seiner linken Achselhöhle in den Rücken. Der zweite Schuss, schlecht gezielt, landete in seinem rechten Oberschenkel. Trotzdem taumelte Frykowski weiter nach vorn.
Watson betätigte den Abzug noch ein drittes Mal, aber die Pistole, die bereits einmal versagt hatte, als Manson Bernard Crowe erschoss, blockierte. Also drehte Watson den Revolver um und schlug Frykowski unnachgiebig auf den Kopf, immer und immer wieder. »Ich hörte einen Knochen brechen — Frykowskis Schädel«, erinnerte sich Atkins. Der hölzerne Griff brach unter den schweren Schlägen, die Stücke fielen auf den Boden der Eingangshalle.
Voyteck konnte sich kaum noch bewegen, als er schließlich die Haustür erreichte. Nun stach Watson mit seinem Messer auf ihn ein, jedes Ausholen und Zustechen ließ Blut gegen die Wände und auf den Boden spritzen. Watson erinnerte sich später, wie »die ganze Welt sich drehte, ganz rot wie das Blut, das überall verschmiert und verspritzt war.«
Linda Kasabian kniete noch immer in den Büschen beim Gartentor, als sie plötzlich »schreckliche Geräusche« vom Haus her hörte. Ein Mann schrie, »Nein, nein!« und eine Frau weinte. Sie rannte die Einfahrt hinauf zum Haus. »Da waren keine Worte zu verstehen«, erzählte sie. »Es gab keine Worte mehr, es waren nur Schreie.«
Sie rannte über den Schieferplattenweg auf dem Rasen. Als sie die Türschwelle erreicht hatte, stürzte Frykowski blutüberströmt aus der Tür. Er lehnte im Türrahmen für etwa eine Sekunde, bevor er ein paar Schritte nach vorne stolperte. Durch das Blut, das sein Gesicht hinunter floss, blickte er Kasabian in die Augen. »Oh Gott! Es tut mir so leid!« schluchzte sie, als er schließlich seine Balance verlor und in die Hecke neben der Schwelle stürzte.
Nur wenige Sekunden später erschienen Watson und Atkins an der Tür. Watson stürzte sich auf Frykowski und stach weiter zu, und Kasabian drehte sich zu Atkins und sagte: »Sadie, bitte mach, dass es aufhört. Bald werden Leute hier sein.« Es war nicht wahr, aber es war Kasabians verzweifelter Versuch, dem Morden ein Ende zu setzen. Atkins schaute sie emotionslos an und sagte achselzuckend: »Zu spät.«
Es war Sharon, die im Wohnzimmer schrie. Während Krenwinkel den Kampf mit Frykowski beobachtete, schaffte es Abigail, die ebenfalls nicht gut gefesselt war, sich zu befreien und durch den Raum zu stolpern. Um Hilfe rufend, folgte Krenwinkel ihr und versuchte, sie auf den Boden zu zwingen. Aber Abigail war größer und kräftiger und bewies, dass sie der barfüßigen und schmächtigen Krenwinkel mehr als ebenbürtig war. Sie griff Krenwinkel in ihr langes Haar und stiess sie gegen die Wand.
Watson und Atkins waren noch im Vorgarten, als sie Krenwinkels Schreie hörten. Atkins sah zu, wie er die Erbin in eine Ecke trieb, die Krenwinkel losließ, als sie ihn, mit seinem Messer fuchtelnd, vor sich sah. Für den Bruchteil einer Sekunde gab es eine scheußliche, stille Vorahnung. Abigail wusste, dass es vorbei war. Sie ließ ihre Arme fallen, schaute Watson in die Augen und sagte: »Ich gebe auf. Töte mich.« Er schwang mehrfach sein Messer, bis Abigail, ihren Bauch haltend, in dem Türrahmen zwischen Wohnzimmer und dem kleinen Korridor zu Boden fiel. »Es war ein totales Chaos«, schrieb Atkins.
»
Überall rannten Leute«, erklärte Watson. »Aber ich war perfekt, wie eine Maschine. Ich hatte keine Kontrolle, war wie ein Tier, machte Geräusche, Glücksgeräusche. Diese Menschen sagten Sachen, aber Geräusche hatten keine Bedeutung. Ich sprang herum, eine perfekte Tötungsmaschine, als ob ich aus dem Weltall kam, und machte Glücksgeräusche. Ich erinnere mich an keinen dieser Leute. Ihre Gesichter waren so unwirklich. Sie sahen nicht wie Menschen aus.«
Im Vorgarten schaffte es Voyteck irgendwie, sich wieder aufzurichten. Er machte ein paar unsichere Schritte, dann fiel er auf den Rasen neben den Schieferplattenweg. Als er über den Rasen kroch, fing er an zu schreien, »Helft mir! Um Gottes Willen! Hilfe!«
Seine Schreie erregten Watsons Aufmerksamkeit. Er wies Atkins an, Sharon im Auge zu behalten und rannte durch die offene Haustür über die blutüberschwemmte Schwelle. Wenige Meter vor ihm war Frykowski, halb kriechend, halb rennend, und schrie ins Tal, »wie ein Huhn mit abgeschlagenem Kopf«, wie Watson später spottete.
Voyteck blickte zurück und sah Watson auf sich zu kommen, ein Messer in der einen und eine Pistole in der anderen Hand. »Oh Gott, nein! Hör auf! Hör auf! Oh Gott, nein, nicht!« schrie er. Watson sprang auf Frykowski, schlug ihn zu Boden und stach wiederholt in seinen Rücken, seine Brust, seine Arme und seine Beine, »bis meine Handgelenke in dem Chaos versanken«, wie er später schrieb. Wieder und wieder schlug er mit dem schweren Revolver auf Voytecks Kopf ein, bis er den Schädel aufgebrochen hatte. Als er über dem leblosen Körper stand, trat er mehrfach mit seinen schweren Cowboystiefeln gegen den geöffneten Kopf.

Unbemerkt schaffte es Abigail Folger auf ihre Füße und schwankte durch den kleinen Korridor bis in Sharons Schlafzimmer. Aus dem Augenwinkel bemerkte Krenwinkel die Bewegung und jagte ihr nach. Sie griff sie, als Abigail gerade die französische Tür erreicht hatte, die von Sharons Schlafzimmer zum Swimmingpool führte. Abigail griff nach der Tür und schmierte Blut über die weißen Rahmen. Mit einer Hand stach Krenwinkel auf sie ein, mit der anderen versuchte sie, die Türe geschlossen zu halten. Obwohl sie verwundet war, war Abigail stärker und schaffte es, die Tür zu öffnen. Sie rannte nach draußen und hinterliess eine Blutspur auf dem Schieferplattenweg.
Die Weihnachtslichter erleuchteten den Zaun, der das Grundstück an den steilen Klippen begrenzte, und Abigail, mit ihrer Freiheit in Sichtweite, stolperte weiter nach vorn, während Krenwinkels Messer weiter in ihre Brust und ihren Bauch stach und ihr Nachthemd sich langsam rot färbte. Sie hatte fast den Zaun erreicht. »Sie rannte«, gab Krenwinkel zu Protokoll. »Als ich sie zu fassen bekam, stach ich zu. Ich weiß nicht, wie oft. Sie fiel sofort hin. Sie fiel, aber sie bewegte sich noch.«
»Stop! Stop!« bettelte Abigail, während Krenwinkel weiter zustach. »Ich erinnere mich, wie sie sagte, ›Ich bin doch schon tot‹«, erklärte Krenwinkel vor Gericht.
Watson, der etwa 20 Meter weiter neben Frykowskis Leiche stand, sah den Kampf der beiden Frauen am Ende des Gartens. Als Krenwinkel um Hilfe rief, sprang er über den bewegungslosen Frykowski und sprintete zu ihnen hin. Abigail lag am Ende des Rasens, in der Nähe der großen Pinie. Krenwinkel hielt sie fest. Watson schlug Abigail das Messer ins Gesicht, so daß es zwischen Mundwinkel und Wangenknochen zerteilt war. Dann schlitzte er ihr die Brust und den Bauch auf. »Ich fühlte nichts dabei«, schrieb er in seiner Autobiographie.
Als er aufstand, sah Watson das Licht im Gartenhaus, circa 70 Meter entfernt. Er sagte Krenwinkel, sie solle es durchsuchen und jeden töten, den sie dort findet. Sie näherte sich dem Gästehaus und schaute durch die Glastür. »Ich stand nur dort und guckte rein«, sagte sie aus. »Ich weiß, es war falsch. Es war wie ein Echo in mir drin, das sagte, ›Warte einen Augenblick, dieser Wahnsinn ist bereits zu weit gegangen.‹«
»
Ich konnte keine zwei Gedanken miteinander verknüpfen zu diesem Zeitpunkt«, erklärte sie. »Ich wusste überhaupt nicht, wie ich einen rationalen Gedanken zu fassen hatte, weil es keinen rationalen Gedanken in meinem Kopf gab. Alles war außer Kontrolle. Ich fühlte mich hilflos. Ich hatte keine Hoffnung, irgendetwas zu tun. Alles was ich tat, war mich durch einen makabren Tanz zu bringen, der absoluter Horror war und ich hatte keine Ahnung, wie ich ihn stoppen konnte.«

Das Haus am Cielo Drive 10050 war still. Der cremefarbene Teppichboden des Wohnzimmers war blutverschmiert; ebenso die Couch und die Stühle, die Wände des Korridors, die Tür, die von Sharons Schlafzimmer zum Swimmingpool führte, der Boden des Foyers, die Haustürschwelle. Voyteck Frykowski und Abigail Folger lagen tot auf dem Rasen; auf die letztere war so oft eingestochen worden, dass ihr weisses Nachthemd sich rot gefärbt hatte. Jay Sebrings lebloser Körper lag zusammengerollt vor dem Kamin, sein Gesicht schmerzverzerrt.
Inmitten dieses Gemetzels war Sharon unberührt im Wohnzimmer geblieben. Atkins hatte sie auf die Couch gezwungen, das Seil hing noch immer um ihren Hals, führte hinauf zu einem Balken unter der Decke und schließlich hinunter zu Jay. Sie hielt Sharons Arme fest, um sie am Weglaufen zu hindern. Ängstlich flehte Sharon um ihr Leben: »Bitte tötet mich nicht! Bitte tötet mich nicht! Ich will nicht sterben! Ich will leben! Ich will mein Baby! Ich will mein Baby!« Aber Atkins, die ihr eigenes zehn Monate altes Baby in der Obhut der anderen auf der Spahn Ranch gelassen hatte, hatte keine Gnade.
»
Hör zu, du Miststück«, spottete sie und sah Sharon direkt in die Augen, »du bist mir scheißegal! Mir ist es egal, ob du ein Baby kriegst. Mach dich lieber bereit. Du wirst jetzt sterben und ich fühle gar nichts dabei.« Später erzählte sie einem anderen Mitglied der Manson Family: »Sharon war die letzte, die sterben musste, weil sie die anderen sterben sehen sollte.«
»
Ich sah in Sharon Tate nichts anderes als eine Schaufensterpuppe«, gab Atkins zu. »Sie hörte sich an wie ein Tonbandgerät. Sie bettelte und flehte und flehte und bettelte, und ich hatte es satt, ihr zuzuhören.«

Watson und Krenwinkel kehrten ins Wohnzimmer zurück. Das Chaos des Abends hatte ihre Pläne durchkreuzt. Laut Atkins hatten sie beabsichtigt, die Augäpfel ihrer Opfer an den Wänden zu zerdrücken, ihnen die Finger abzuschneiden, sie zu verstümmeln. Die Aufregung des Tötens, die lauten Schreie hinunter ins Tal und die Pistolenschüsse hatten ihnen jedoch Angst gemacht, erwischt zu werden.
Wissend, dass das Trio sich jetzt ihr zuwenden würde, begann Sharon wieder, um ihr Leben zu flehen, wiederholend, dass sie doch schwanger sei und ihr Baby zur Welt bringen wollte. Watson befahl ihr, den Mund zu halten. Dann bat Sharon die Mörder, sie mitzunehmen und sie bei sich zu behalten, bis sie das Kind zur Welt gebracht hätte; danach könnten sie sie töten. Am Ende, als sie begriff, dass sie sterben würde, bettelte sie verzweifelt darum, sie sollten das Baby aus ihrem Körper schneiden und es mitnehmen, damit es eine Chance zu leben hätte. Dann verlor sie ihre Fassung und begann zu schluchzen. Sie war, laut Atkins, »völlig von Sinnen.«
»Töte sie!« befahl Watson Atkins.
Atkins zögerte. »Wenn du sie umbringen willst, dann tu es, verdammt noch mal«, sagte Krenwinkel. »Ich meine, wir haben bereits alle anderen hier umgebracht. Was ist dein Problem? Entweder du tust es oder wir nehmen sie mit, dass sie ihr beschissenes Baby kriegen kann.«
Sharon war still, als das mörderische Trio zu diskutieren begann. Schließlich schnellte Watson auf sie zu. Später quälte er seine Mutter, indem er »immer wieder erzählte, wie schön Sharons Gesicht war, als sie um ihr Leben flehte, kurz bevor er sie erstach.«
Er schwang sein Messer über Sharons Gesicht und hinterliess eine kleine, klaffende Wunde auf ihrer linken Wange. Sie schrie auf, als das Messer sie berührte. Obwohl Watson als erster zustach, brüstete sich Atkins später damit, dass sie Sharon tötete. »Ich hatte es satt, sie jammern zu hören, also brachte ich sie zum schweigen«, lachte sie vor Gericht dem Vater ihres Opfers, Paul Tate, entgegen.
»
Es fühlte sich so gut an, als ich zum ersten Mal zustach«, schwärmte Atkins einer Zellengenossin vor, »und als sie schrie, hat mir das einen richtigen Kick versetzt, es durchzuckte mich im ganzen Körper, und ich stach noch einmal zu. Ich stach und stach, bis sie aufhörte zu schreien. Es war wie eine Reise ins Nichts, als ob man auf Luft läuft. Es war besser als Sex. Besonders, wenn du das Blut sprudeln siehst. Es ist besser als ein Orgasmus.«
Das Paar stach immer wieder auf Sharon ein. 16 Mal drangen ihre scharfen Messer in ihren Körper; in ihren schwangeren Bauch, in ihre Brüste, durch ihr Herz, ihren Rücken, ihre Lungen. Die Messer trafen ihre Arme, als sie sie in einem sinnlosen Versuch, sich zu schützen, erhob. Schließlich brach ihr Widerstand und mit einem gemurmelten »Mutter, Mutter!« brach sie zusammen und fiel blutüberströmt vor der Couch zu Boden.
Als sie sich über Sharons Leiche beugte, stellte Atkins fest, dass sie Blut an ihren Fingern hatte. Sie nahm ihre Finger in den Mund und leckte sie ab. »Den Tod zu schmecken und gleichzeitig Leben zu geben! Was für ein Trip!« sagte sie.
Watson orderte Atkins und Krenwinkel aus dem Haus. Als sie gingen, rannte er von Sharon zu Jay und stach weitere Male auf ihre Körper ein. Er tat dasselbe mit Voyteck und Abigail auf dem Rasen, um sicherzugehen, dass keiner von ihnen diese Nacht überleben würde. Das Trio, dessen dunkle Kleidung mit Blut bedeckt war, war auf halbem Wege auf der Einfahrt, als Watson sich zu Atkins drehte und ihr sagte, sie solle zurück ins Haus gehen und eine Nachricht mit Blut hinterlassen. »Schreib etwas, das die Welt schockieren wird«, sagte er.

Atkins näherte sich dem stillen Haus und hinterließ einen blutigen Fingerabdruck auf der Haustür, als sie durch Pfützen von Voytecks Blut trat. Sie nahm das beige Handtuch, das sie benutzt hatte, um Frykowskis Hände zu fesseln und ging zur Couch. Sie erinnerte sich später, dass es schien, als ob Sharon »noch zerstochener war als zuvor. Ich habe ihr Gesicht nicht gesehen. Ihr Haar hat ihr Gesicht bedeckt und da kamen Geräusche aus ihrem Körper, als ob Blut aus ihrem Herzen in den Körper floss.«
Sie bückte sich und drückte das Handtuch gegen Sharons Brust. Das Blut war »noch warm«, wie sie später erzählte. Als das Handtuch getränkt war, ging Atkins zurück zur Haustür. Die weiße dänische Tür stand offen. Sie kniete sich hin und schrieb ›PIG‹ (Schwein) mit Sharons Blut über die untere Hälfte der Tür. Sie warf das blutige Handtuch zurück ins Wohnzimmer und rannte die Einfahrt hoch zu ihren Freunden. Sie ließ fünf Leichen zurück, getötet mit sieben Pistolenschüssen und 104 Stichwunden. »Ich fühlte mich so berauscht«, erklärte sie vor Gericht, »müde, aber völlig eins mit mir selbst.«

Eines der letzten Bilder von Sharon Tate, Hochsommer 1969.

Eines der letzten Bilder von Sharon Tate, Hochsommer 1969.

Soweit die Geschichte. 2006 fand ich ein Zitat von Roman Polanski: »Meine Frau wurde 1969 von Anhängern der Manson-Bande mit über 20 Messerstichen getötet. Sie war im neunten Monat schwanger. Kein Mensch kann meine Gefühle verstehen, wenn ich heute Punks mit T-Shirts dasitzen sehe, auf denen steht: ›Charles Manson for President.‹«
Polanski ist an Sharon Tates Tod zerbrochen; erst 20 Jahre später konnte er wieder eine Beziehung eingehen (seit 1989 ist er mit Emmanuelle Seigner verheiratet, sie haben zwei Kinder). Wie er in seinen Memoiren die Wochen, Monate und Jahre nach ihrer Ermordung schildert, lässt einem das Blut gefrieren vor Schmerz und Wut.
Debra Tate, die jüngere Schwester Sharons, führt übrigens die offizielle Sharon Tate-Website, die man wirklich besuchen sollte, und brachte 2014 einen umwerfend gut gestalteten Bildband heraus, zu dem Polanski einen Beitrag schrieb. Was für eine traumhaft schöne Frau, in deren Augen man eine alte Seele zu erkennen glaubt. Sie dürfte auch eine der ganz wenigen Hollywood-Schönheiten sein, über die niemand, der sie kannte, Negatives zu äußern wusste. Ihr großes Herz und warmes Wesen hat jeden berührt: »Jeder von Ihnen weiß, wie schön sie war«, schluchzte Polanski, als er im August 1969 am Flughafen vor die Presse trat, »aber nur wenige wissen, wie gut sie war.« Die Verleumdungen, mit denen die Medien den Opfern die Schuld an ihrer eigenen Ermordung gaben, sollten noch viele Jahre das Ansehen von Sharon Tate und ihren Freunden besudeln.
Natürlich freut man sich nicht über den Tod eines Menschen. Dennoch ist es gut zu wissen, dass Charles Manson bald nicht mehr als eine Fußnote in der Geschichte sein wird.
Und damit ist Schluss für heute. Bis zum nächsten Mal,

André

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2 thoughts on “8. Januar 2017

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