10. Januar 2017

Walter Billoni und Rudy Blanchet am Set von "Bd. Voltaire"; eines meiner Lieblingsfotos vom Dreh.

Walter Billoni und Rudy Blanchet am Set von “Bd. Voltaire”; eines meiner Lieblingsfotos vom Dreh.

Winterwunderland in Alt-Treptow. Chelito tollt wie ein Welpe durch den noch pulvrigen Schnee am Montagmorgen. Es knirscht unter den Schuhen, ich mag die frische Luft, die wohlig kontrastiert zu der trockenen Heizungsluft zu Hause. Wir spazieren lange. Ich liebe den Winter, wenn er so richtig winterlich wird, mit Schnee und Eis und klarem blauen Himmel. Letzteres war gestern leider nicht gegeben, Berlin guckte trüb aus der Wäsche. Ansonsten war es ein ruhiger Wochenstart. In den sozialen Netzwerken schien es nur das Thema Streep vs. Trump zu geben. Mir gefiel die französische Übersetzung vom letztem Satz in Streeps Ansprache: »Utilise ton cœur brisé pour en faire de l’art.« Dan Richter tritt am Sonntag mit »Die Brustschwimmerin sich aber nicht in Sie« hier im Kiez auf. Max Richter — nicht verwandt — veröffentlicht am 27. Januar seine neue CD, auf der er Virginia Woolf Tribut zollt. Ende des Monats werden die Anwärter für den Oscar bekannt gegeben. Zum Geburtstag wünsche ich mir »Wishful Drinking« von Carrie Fisher. Gegen 19:40 Uhr teilte mir Alexandre telefonisch mit, dass »Bd. Voltaire« fertig ist. Er und Vanessa machen sich nun daran, den Trailer zu schneiden. Für die englischen Untertitel sorgt Stéphane Leblanc. Unser kleines Team hat wirklich Enormes vollbracht! Wenn ich bedenke, dass der Dreh kaum zwei Monate her ist! Vanessa und Alexandre haben rund um die Uhr geschnitten. Die Musik von Jean-Pierre Stora ist exzellent. Von Anfang an war »Bd. Voltaire« ein Projekt voller Harmonie. Da war und ist ganz viel Liebe, eine positive Energie; ich hoffe, dass man sie im Film auch spüren kann. Dass ich jetzt verdammt neugierig bin, versteht sich von selbst. Ende März werde ich wieder in Paris sein, um meine Rolle in Antonys Film zu gestalten. »Where Horses Go to Die« läuft ab dem 18. im Le Saint André des Arts, einem prestigeträchtigen Kino im 6. Arrondissement.
Die vergangenen Tage habe ich stets bis spät in die Nacht geschrieben. Ein Gefühl wie vor 16, 17 Jahren, als ich taufrisch in der Stadt war und die vielen neuen Eindrücke nur schreibend verdauen konnte. Ich trank Tee um Tee um Tee, und auf einmal war es zwei Uhr in der Frühe. Spätnachmittags oder abends bin ich im Schwimmbad und ziehe meine Bahnen, um mich dann hungrig und inspiriert wieder an den Laptop zu setzen. Einerseits beglückt mich dieser Kreativitätsschub, andererseits ärgere ich mich, dass ich zwar viel zu Papier bringe, aber nicht das, was ich eigentlich sollte: Steve wartet auf das neue Drehbuch — ich hatte ihm die Synopsis für Anfang Januar versprochen —, und Christine Kaufmann sollte schon Ende November Post von mir kriegen. Wenn ich jetzt ins Bett husche, schaffe ich beides vielleicht morgen früh…
In diesem Sinne wünsche ich Euch eine gute Nacht, süße Träume und einen energiereichen Start in den Dienstag. Bis die Tage,

André

Advertisements

5 thoughts on “10. Januar 2017

  1. Pingback: 18. Januar 2017 | Vivàsvan Pictures / André Schneider

  2. Pingback: 31. Januar 2017 | Vivàsvan Pictures / André Schneider

  3. Pingback: 11. März 2017 | Vivàsvan Pictures / André Schneider

  4. Pingback: 1. April 2017 | Vivàsvan Pictures / André Schneider

  5. Pingback: 11. Juni 2017 | Vivàsvan Pictures / André Schneider

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s