Filmtipp #442: Paddington

Paddington

Originaltitel: Paddington; Regie: Paul King; Drehbuch: Paul King; Kamera: Erik Wilson; Musik: Nick Urata; Darsteller: Hugh Bonneville, Sally Hawkins, Julie Walters, Jim Broadbent, Nicole Kidman. GB/Frankreich 2014.

Paddington

Ein anrührendes Märchen, das perfekt in die Weihnachtszeit passt, ist diese rundum geglückte Komödie um einen kleinen peruanischen Bären namens Paddington, der in London ein neues Zuhause sucht. Die von Michael Bond ersonnene Kinderbuchfigur ist im englischsprachigen Teil der Welt seit 1958 eine feste Institution; die Buchreihe verkaufte sich über 35 Millionen Male und erfreut sich bis heute größter Beliebtheit. Wir Deutschen haben den braunen Bären, der mit rotem Hut und blauem Dufflecoat durch London streift und liebend gern Orangenmarmelade nascht, leider nicht so viel am Hut gehabt — den Film allerdings haben auch hierzulande erfreulich viele Kinobesucher genossen. Sicher war es hilfreich, dass der hervorragend animierte Bär die Stimme von Elyas M’Barek verpasst bekam. (In der Originalfassung ist es Ben Whishaw, der in den neuen Bond-Filmen den Q gibt.)
Der Film beginnt in Peru, wo unser tierischer Held mit seiner Tante Lucy und seinem Onkel Pastuzo lebt. Die waren vor Jahrzehnten einmal von einem englischen Forscher besucht worden, sprechen fließend Englisch und kochen ihre eigene Marmelade ein. Ein Erdbeben zerstört dieses Idyll. Onkel Pastuzo kommt dabei ums Leben, und so verfrachtet die alte Tante Lucy ihren Neffen auf ein Schiff gen England. Dort soll er auf die Freundlichkeit der Briten vertrauen und die Familie des Forschers suchen, um dort ein neues Zuhause zu finden. In London angekommen, stellt der kleine Bär schnell fest, dass Onkel und Tante ein wohl etwas euphemistisches Bild vom Leben in England hatten — kaum jemand nimmt Notiz von ihm, und wenn, dann begegnet man ihm wenig freundlich. Dann aber liest ihn die Familie Brown (gespielt u. a. von Hugh Bonneville und Sally Hawkins) auf, verpasst ihm den Namen Paddington — man fand das sprechende Tier am berühmten Bahnhof desselben Namens — und hilft ihm bei der Suche nach dem gutmütigen Forscher. Was Paddington nicht weiß: Die bösartige Tierpräparatorin Millicent (herrlich fies: Nicole Kidman) hat ein Auge auf ihn geworfen und ist fest entschlossen, den Bären zu töten und im Naturkundemuseum auszustellen…

Die Dreharbeiten begannen im September 2013 und führten das Team von Peru zu den schönsten Drehorten in London und Umgebung. Entstanden ist eine Mischung aus Real- und Animationsfilm, die technisch so fulminant ausgearbeitet wurde, dass die Illusion perfekt ist. Die Spielfreude der Akteure — in Nebenrollen sind Julie Walters, Matt Lucas, Peter Capaldi und Jim Broadbent mit von der Partie — sowie der wunderbare Charme des Ganzen machen aus »Paddington« einen gelungenen Film für Jung und Alt. Der sonst so mürrische »film-dienst« urteilte ungewohnt hymnisch: »Eine einfallsreiche filmische Umsetzung, die kindgemäße Albernheit, hintergründigen Witz und detailverliebte Ausstattungsideen zu spannend-anrührender Familienunterhaltung verbindet.«

André Schneider

Advertisements

2 thoughts on “Filmtipp #442: Paddington

  1. Pingback: 17. Juli 2017 | Vivàsvan Pictures / André Schneider

  2. Pingback: Filmtipp #520: Elle | Vivàsvan Pictures / André Schneider

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s