10. November 2015

Étoile Pagode (1895-2015), eines der schönsten Kinos der Welt.

Étoile Pagode (1895-2015), eines der schönsten Kinos der Welt.

Heute schließt eines der schönsten Kinos der Welt, La Pagode in Paris, für immer seine Pforten. 1895 von einem Kaufhausbesitzer für seine Frau im 7. Arrondissement erbaut, sollte das geschichtsträchtige Gebäude schon mehrmals abgerissen werden. Bislang hatten engagierte Bürgerinitiativen dies verhindern können; 1990 wurde das Haus unter Denkmalschutz gestellt. Dieser scheint nun aufgehoben, das Étoile Pagode soll nun der Zukunft weichen.

Kinosaal der Pagode.

Kinosaal der Pagode.

Gestern schlief ich mit Kopfweh ein, um gegen 5:30 Uhr mit grummelndem Magen aufzuwachen. Hänge ein wenig in den Seilen, lese besorgt die Nachrichten und überlege, wie ich mein Leben neu strukturieren kann. Ich sollte … Bewerbungen schreiben. Wieder regelmäßig schwimmen gehen. Mit meiner Seberg-Biografie beginnen. Mindestens drei Tage pro Woche für mich reservieren — allein, ohne Partner. Und heute muss ich Optimale zwei Filmprojekte unterbreiten; eines davon soll eine Komödie sein. Ich sehe mich in einem Hamsterrad und will doch Großes tun. Für meine Herzensprojekte — Fruchtstückchen im Gras und das zweite, über das ich noch nicht sprechen möchte — bräuchte ich ein reelles Budget, die lassen sich nicht für 10.000 Euro machen.
Noch drei, vier Termine im Studio, dann wird der Schnitt von Sur les traces de ma mère fertig sein. Kein Kinderspiel, aber wir haben schon Schlimmeres gemeistert. Die anschließende Tonabmischung bereitet mir Sorge. Am 20. Dezember muss der Film fertig sein, denn Optimale sähe es gern, wenn die Weltpremiere im Februar in Brüssel wäre.

Thomas Laroppe & ich in "Sur les traces de ma mère". Ein Bild aus dem Schneideraum.

Thomas Laroppe & ich in “Sur les traces de ma mère”. Ein Bild aus dem Schneideraum.

Am Wochenende feierten wir Ians Geburtstag nach. So lernte ich endlich seinen besten Freund und dessen Lebensgefährten kennen. Thorsten und Geertje kamen auch — eine Überraschung, über die ich mich riesig freute. Wir hatten vielleicht 15 Leute bei uns. Es gab Chili con carne und Ians berühmtes Kürbis-Ingwer-Karotten-Süppchen mit Kokosmilch. Bis etwa ein Uhr früh saßen wir bei mir und klönten, dann brachen wir ins SchwuZ auf. Dort übermannte mich leider ziemlich schnell die Müdigkeit, und ich verabschiedete mich schon gegen drei und fuhr nach Hause. Aufgrund des Nebenjobs war ich bereits 24 Stunden auf den Beinen gewesen. Bald sind es zwei Jahre, die ich für die Firma tätig bin und diese fürchterlichen Arbeitszeiten auf mich nehme. Ich sollte mir etwas Neues suchen — mit vernünftigen Arbeitszeiten, die mein Sozialleben nicht vollkommen zum Erliegen bringen und ersticken. Aber ich weiß natürlich, wie es um den Arbeitsmarkt bestellt ist.
Grüblerischen Gesichtes sende ich Euch nun einen herzlichen Gruß. Es freut mich, dass sich immer noch ein paar Leserinnen und Leser hierher verirren.

André

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2 thoughts on “10. November 2015

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