3. November 2015

Blick vom Balkon in der Rue Rambuteau.

Blick vom Balkon in der Rue Rambuteau.

Das »zweite Zuhause« an der Seine ist im Herbst besonders apart anzuschauen. Seit 2007 bin ich — meist der Arbeit wegen — jährlich zwei-, dreimal in Paris. Diesmal wurde aus meinem Aufenthalt ein unverhoffter Urlaub. Bei Antonys Film gab es Terminprobleme, Drehs verschoben sich, und so musste ich nach sieben Tagen des Wartens unverrichteter Dinge wieder abreisen. Schade, ich wäre gern bei »Where Horses Go to Die« dabei gewesen. Es tat weh, einer Art »höheren Macht« zum Opfer zu fallen. Vielleicht kommen Antony und ich 2016 oder 2017 beim nächsten Projekt wieder zusammen, wer weiß? Es ist alles ziemlich vage. Das Treffen mit Léonard Lasry im Café Beaubourg war schon eine Spur konkreter. Es ist gut, Freunde wie ihn zu haben.
Am 28. hatte ich die kleine Besprechung bei Optimale. One Deep Breath ist augenblicklich auf Platz 1 ihrer Verkaufscharts, so dass man mir auch für das nächste Projekt grünes Licht geben wird. Das Karussell dreht sich weiter. Wenn wir Sur les traces de ma mère termingerecht fertig stellen sollten, könnte die Weltpremiere bereits beim Brüsseler Filmfestival im Februar sein.
Freitag waren wir bei Alexandre Vallès in Clichy zum Abendessen eingeladen; es wurde ein vielsprachiger Abend mit interessanten Gästen und interessanten Flirts. Am Samstag kam Thomas Laroppe zu uns in die Rue Rambuteau. Verschwörerisch strahlten wir uns an. Er steckt gerade mitten in den Proben zu einem Stück, das Anfang Februar Premiere haben wird.

Fnac (Les Halles) hatte gleich drei meiner Filme im Sortiment.

Fnac (Les Halles) hatte gleich drei meiner Filme im Sortiment.

Ansonsten hieß es: viel laufen. Sehr viel laufen. Ich zog mit dem armen Ian das volle Touri-Programm durch, von Père Lachaise und Montparnasse über Montmartre, Champs-Élysées, Triumphbogen, Eiffelturm bis hin zu Notre-Dame, Saint-Germain-des-Prés und dem Louvre. Dafür begleitete er mich tapfer, wenn ich bei Shakespeare & Company stöbern oder am Boulevard Saint-Michel DVDs und CDs kaufen wollte. (Ich habe mir ein ganz gutes Sortiment zusammen gesucht, das mich über die kommenden Monate bringen wird.) Natürlich waren wir im Café de l’industrie und bei L’Autre Thé. Wir sahen uns »Regression« (Regie: Alejandro Amenábar) im Kino an. Ein guter, gradliniger Thriller mit einem schlüssigen Drehbuch.
Das urige Bistro, in dem wir Ians 33. Geburtstag feierten, hieß Au Petit Riche und befand sich in der Rue de Peletier. Ein echter Geheimtipp von meinem lieben Freund Martin. Ein Drei-Gänge-Menü mit einem Glas Wein sowie einem Kaffee für 37 Euro. Ian und Martin bestellten sich Austern; meine Vorspeise war ein köstliches Maronencremesüppchen mit Schinkensahne.

pere lachaise

Hier in Berlin freue ich mich nun auf den neuen Bond-Film und das Adele-Album, das Ende des Monats erscheinen soll; Xavier Dolans Clip für »Hello« stimmte uns bereits melancholisch-schön auf den Herbst ein. Ich habe einen Stapel mit Jean Seberg-Filmen abzuarbeiten, höre Calogero, Mylène Farmer, Jay-Jay Johanson, Everything but the Girl und Daniel Darc, bereite mich innerlich auf Ians große Party am Samstag vor und harre der vor uns liegenden Termine im Schnittraum.
À très bientôt…

André

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16 thoughts on “3. November 2015

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