11. Januar 2015

Unfasslich, was man alles schaffen kann, wenn man sich diszipliniert. Das Jahr beginnt mit einer Vierfachbelastung: zwei Nebenjobs, Wohnung, das neue Bühnenprogramm und vor allem das Drehbuch. Den Handlungsbogen und die Skizzen der einzelnen Szenen habe ich fertig. Die kommenden Tage und Wochen werde ich sie gestalten, ausmalen müssen. Danach dann die Feinarbeit. Habe mir selbst einen »Abgabetermin« gesetzt, damit ich gar nicht erst in Versuchung gerate, die Sache schleifen zu lassen.
Neben der Arbeit gibt es momentan eigentlich kein Leben. Der Telefonanschluss lässt nach wie vor auf sich warten, und ich fühle mich ziemlich von der Welt abgeschnitten. Sah mir am 2. Januar in der Nachbarschaft einen Film mit Nina Hoss an, saubere Sache. Und der Pariser Martin verbrachte seinen Jahreswechsel hier an der Spree; wir haben in der Markthalle am Marheinekeplatz lecker zu Mittag gegessen und uns wie immer gut unterhalten. Für die »Männer« war ich journalistisch in der Komischen Oper unterwegs, eine »Hinter den Kulissen«-Reportage der West Side Story-Inszenierung schreiben. Die Betriebsfeier im Nebenjob war gemütlich, wir haben gemeinsam Pizza gebacken und einige Stunden geklönt. Habe 2015 noch kein Fleisch gegessen und bin ganz zufrieden damit. Ich möchte zwar kein Vegetarier werden, hatte mir aber im Dezember vorgenommen, meinen Fleischkonsum drastisch zu reduzieren; einmal alle zwei Wochen reicht vollkommen. Vielleicht sollte ich hier beizeiten mal wieder ein paar Rezepte mit Euch teilen? Das letzte veröffentlichte ich vor weit über einem Jahr.
Das Attentat von Paris sitzt mir — wie allen anderen vermutlich auch — tief in den Knochen. Sprachlos. Fühle mich an das Massaker in Norwegen erinnert, damals im Juli 2011. Ein rechtsradikaler Breivik oder ausgeflippte Islamisten, alles ein Wahnsinnsbrei.
Meine Eltern feierten Silvester auf Teneriffa und kamen vorgestern zurück. Meine Schwester besucht mich nächste Woche, dann bauen wir in der Küche die Bank ein, damit ich nicht mehr im Wohnzimmer essen muss.
Habt einen famosen Sonntag; ich schreibe wieder, wenn’s mehr zu schreiben gibt.

André

Filmtipps zu Christine Kaufmanns heutigem 70. Geburtstag:
Filmtipp #172: Der letzte Fußgänger
Filmtipp #171: Out of Rosenheim
Filmtipp #117: Taras Bulba
Filmtipp #11 & #12: Stadt ohne Mitleid & Monsieur Cognac

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One thought on “11. Januar 2015

  1. Pingback: 2. Oktober 2016 | Vivàsvan Pictures / André Schneider

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