3. Oktober 2013

Mein Schwimmtraining fing damit an, dass mich die Kassiererin im Velodrom um 40 Euro prellte. Meine Karten hatten 112 Euro gekostet, ich gab ihr 152 — und war dann so mit dem Verstauen meiner Belege und Unterlagen beschäftigt, dass ich erst drei Minuten später merkte, dass sie mir gar kein Geld zurückgegeben hatte. Darauf angesprochen, meinte sie: »Sie hätten ja besser aufpassen können.« — Schließlich brachte ich sie dazu, nachzuzählen. Anschließend meinte sie, das überschüssige Geld sei ihr Wechselgeld. Kein guter Start. Immerhin schwamm ich am ersten Tag 1.400 Meter und fluchte leise vor mich hin. Zusammen mit der Radtour hinterher war das doch ein ganz passabler Einstieg. Leser meiner VIP Lounge könnten jetzt argumentieren, dass ich mittlerweile doch daran gewöhnt sein müsse, um Geld betrogen zu werden, und irgendwie stimmt das auch, aber es macht die Sache nicht weniger ärgerlich. Ich versuche einfach, es als großzügige Spende für die Berliner Bäder-Betriebe zu sehen; hoffe nur, dass die Kassiererin die Kohle nicht selber eingestrichen hat.
     Das frühe Aufstehen hat seine Vorteile. Es ist gut für mich, mich zu disziplinieren. Schnell anziehen, Zähneputzen, 20 Minuten Radtour, 50 Minuten Schwimmen, 20 Minuten mit dem Rad zurück, dann E-Mail-Check, Chelitos Morgenspaziergang, Frühstückstee — und um 9:30 Uhr sitze ich am Schreibtisch.

Montag machte ich Feigen in einer Sauce aus Crème de Cassis und trockenem Rotwein, dazu Joghurt mit Sesam, Honig und Lavendelblüten. Köstlich! Ich sollte mal wieder ein paar Rezepte online schicken, vor allem die Rubrik »Kochen mit Alkoholika« erfreute sich ja größter Beliebtheit. Mal schauen, was ich für Euch vorbereiten kann.
     Übrigens: Die Performance am Sonntag war herrlich. Gut besucht. Barbara hatte Texte von Thomas Bernhard und Samuel Beckett vorbereitet, die die Membranen ganz tief penetrierten. Ein gelungener Auftakt unseres Lichtarbeiter-Projekts! Im Oktober und November gibt es weitere Termine — auch für die Workshops —, die Ihr hier in Erfahrung bringen könnt. — Meine Auftritte im November werde ich aufgrund des Une nuit en eaux profondes-Drehs leider nicht wahrnehmen können, aber textlich werde ich vertreten sein. Außerdem bin ich gewiss, dass Barbara adäquaten Ersatz für mich finden wird.
     Ansonsten bleibt mir nur, Euch einen tollen 3. Oktober zu wünschen; genießt den Tag der Einheit, indem Ihr Einheit lebt. Ich werde heute weiterhin bienenfleißig sein und mich abends mit einem guten Film belohnen.

André

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5 thoughts on “3. Oktober 2013

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