22. April 2007

Die letzten Tage in Paris

Dank der rund 2.100 Euro, die mich allein Miete und Verpflegung monatlich kosten — die Stadt ist inzwischen fast so teuer wie London —, schrumpften die acht Monate Paris auf lumpige zwei zusammen. Was mich nicht stört, da nächste Woche in Berlin die Dreharbeiten zu dem noch streng gehüteten Geheim-Projekt beginnen und ich in den kommenden Monaten gut beschäftigt sein werde. Meine Kasse wird sich peu à peu erholen, und ich komme weiterhin gut rum. — Ich kam in letzter Zeit kaum dazu, viel über Paris zu schreiben, da ich kaum dazu kam, ausführlich zu bloggen. Außerdem pendelte ich wie ein Depp zwischen Berlin und Irland und Paris und und und, dass ich überhaupt nicht richtig genießen konnte.

Was ich zu Paris noch loswerden möchte? Empfehlenswert und schwer angesagt ist hier dieses Ding mit der Massage zum Kaffee. Ein Trend, den ich sehr in Deutschland begrüßen würde. Wär doch mal eine kesse Geschäftsidee! Im Alcazar, das man sich als Normalsterblicher nicht leisten kann, kriegt man zum Sonntagsbrunch eine Massage. Ein bisschen preiswerter gibt’s das im No Stress Café (Métro: Saint-Georges), das allerdings erst um 19 Uhr öffnet. (Da trinkt man schon keinen Kaffee mehr, oder?) Dann: Wenn Ihr in der Stadt seid, besucht unbedingt das New Morning in der Rue des Petites-Ecuries (Métro: Château d’Eau). Es ist einer der geilsten Jazz-Clubs Europas. Und der berühmteste von Paris. Was wohl vor allem auch an seiner beeindruckenden Geschichte und seinem Ambiente liegt. Wer Jazz mag, wird den »neuen Morgen« lieben. — In der Rue des Lombards (Métro: Châtelet-Les Halles), also ganz bei mir in der Nähe, gibt’s einen Jazzkeller, der richtig Spaß macht: Le Baiser Salé. Sehr entspannt. Und nicht so überteuert. Wer auf Fusion, Funk und Salsa steht… Und die Blues-Sessions! Ich geb’s gerne und offen zu: Ich schmolz seufzend dahin.

Tipp: Hakan Savas Micans Kurzfilm »Fremd« war gut! Ein Kleinod, dessen Poesie mich sehr berührte. Eine Mutter-Sohn-Geschichte und eine Geschichte über das Leben in einem fremden Land, das über Generationen zu einem (fremden) Zuhause wurde.

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