10. Februar 2007

Berlinale: Tag 1. Diät: Tag 5. Indetermination: Start.

Die Berlinale hat begonnen. Am Donnerstag, dem 8. Februar. James Deans Geburtstag. Jack Lemmons Geburtstag. Heute ist mein erster »Termin«: Werde um 14:30 Uhr im International »Fay Grim« (Regie: Hal Hartley) sehen. Da mir seit 1994 eigentlich kein Hartley-Film mehr wirklich gefallen hat, wird das ein Kinobesuch mit gemischten Gefühlen. Dass Barbara die Rolle nicht gekriegt hat, sondern Claudia Michelsen, spricht auch nicht gerade dafür. Immerhin dabei: Elina Löwensohn, Nikolai Kinski, Jasmin Tabatabai, Robert Seeliger. Würde lieber daheim bleiben und La Strada schauen. — Eine Kollegin hat ihr Demomaterial auf 200 DVDs pressen lassen und verteilt diese bei den Berlinale-Partys und Premierenfeiern als Visitenkarte. Eigentlich muss man es so machen, dennoch find ich’s irgendwie inadäquat. Auf den Partys wollen die Produzenten und Filmemacher Party machen und nicht Demobänder von arbeitssuchenden Schauspielern in die Hand gedrückt kriegen. Glaube ich zumindest. Ich habe keine DVD dabei, nur ein paar Visitenkarten, und selbst damit fühle ich mich blöd. Irgendwie unerotisch, das Ganze.

Die Woche verlief gut. Schöne Telefonate und Begegnungen. Viel geschrieben. Habe gestern im Gespräch meine Hauptdarstellerin für »Indetermination« gefunden. Bin ganz aufgeregt, wie das Projekt sich entwickeln wird. Bin bislang zufrieden mit dem Drehbuch, den Drehorten, den Schauspielern. Stefan wird die Kamera machen. Unsere erste echte Zusammenarbeit, und sie wird schön.

Anna Nicole Smith ist tot. Ich kann nicht sagen, dass ich erstaunt oder erschüttert bin. So einen Tod wünscht man niemandem. Die Häme, die sich im Blätterwald und online über die Frau ergiesst, ist geschmacklos. Was mich betroffen macht: Das kleine Mädchen, ein halbes Jahr alt, das ohne Mutter aufwachsen wird. — Verdammt, schon 13:15 Uhr. Muss los. Rote Hose, roter Pulli, rote Mütze. Der Mann in rot ist unterwegs zum roten Teppich. Eigentlich nicht schlecht, das Gefühl.

Diät-Notiz, Tag 5: Beipack-Zettel von aus den USA importierten Fettverbrenner-Tabletten beim nächsten Mal genauer lesen. Ja, der Erfolg ist bemerkenswert: Drei Kilo in drei Tagen. Dafür gab’s als Nebenwirkungen Schwindelgefühle, Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen und schüttelfrostartiges Zittern. Es nützt auch nichts, das Essen einfach weg zu lassen. Vor Hunger nicht einschlafen zu können, ist ja auch nicht wünschenswert. Reiswaffeln und Salatblätter ohne Dressing machen übrigens nicht satt.

CD des Tages: Oren Lavie: »The Opposite Side of the Sea«.

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2 thoughts on “10. Februar 2007

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