6. Februar 2007

Hochzeitstag

Der Rücken ist endgültig dahin. Wenn ich den rechten Arm ausstrecke, drückt’s mir im Rücken was zusammen, und ich kriege keine Luft. Ein seltsamer Schmerz, stechend und drückend zugleich, richtig widerwärtig. Warum?
Ich denke an Eichhörnchen. Schöne Geschöpfe. Und die einzige Begegnung gestern, die wirklich warm war. Heute früh: Aufgewacht aus Alpträumen und endlich befreit von Druck, Angst, Schuldgefühlen. Eins ist klar: In Zukunft meide ich einen gewissen Menschenschlag. Einen Riesenbogen werde ich machen, wenn bestimmte Begriffe fallen. Mir ist immer noch übel, wenn ich an die letzten Wochen denke. Wie kann eine Prinzessin so ein Trümmerhaufen sein?
Mama und Papa feiern heute ihren 37. Hochzeitstag, und ich freue mich auf »Indetermination« und London. Lange Telefonate mit Y. und Sanni. — 2008 ist ein Klassentreffen angesetzt. Zehn Jahre nach dem Abi treffen sich rund 100 Menschen, um a) einander zu zeigen, wie erfolgreich sie in ihrem Berufs- und Privatleben geworden sind und b) sich darüber zu freuen, dass es den anderen nicht so geglückt ist. Ich glaube kaum, dass ich da hin möchte. Die Schulzeit war schlimm genug. Sie haben mir das Leben zur Hölle gemacht, und ich habe sie genervt. Also sind wir quitt. Ich interessiere mich nicht dafür, was sie machen, sie interessieren sich nicht für mich. Finde solche Treffen doch sehr verlogen und heuchlerisch. — Tjaaa, und Sanni war in Berlin. Drei Tage. Und wir haben uns nicht gesehen. Sie hat Simon — einen Freund zu Schulzeiten — verabschiedet, der nach Norwegen zieht. Und Swenja R. war wohl da, einer der überheblichsten, arrogantesten und durch und durch charakterschlechtesten Menschen, die ich jemals kennen gelernt habe. Sie hat sich allem Anschein nach nicht die Bohne geändert, ist nur zehn Jahre gealtert. Sie studiert Jura. Immer noch. Irgendwann — 1998, 1999? — gestand ich ihr mal, dass ich sie süß fand, und sie meinte, »noch nie so krass beleidigt worden« zu sein. Von einer Schwuchtel gemocht zu werden, das werte sie als Frau ab. Oh, oh, oh…

Diät-Notiz, Tag 1. Merke: Putenbrustfilets in einer Zwiebel-Knoblauch-Sahnesauce, dazu mit Käse überbackene Tortelloni — so nimmt man nicht ab!

CD des Tages: Take That: »Beautiful World«. (Ja, ich schäme mich selbst ein wenig.)
Film des Tages: Frantic.

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