27. Dezember 2006

Desiderata

Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast, und sei des Friedens eingedenk, den
die Stille bergen kann. Vertrage Dich mit allen Menschen, möglichst ohne Dich ihnen
auszuliefern. Äußere Deine Wahrheit ruhig und klar, und höre anderen zu, auch den
Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte.

Meide laute und aggressive Menschen. Für den Geist sind sie eine Qual. Wenn Du
Dich mit anderen vergleichst, könntest Du bitter werden und Dir nichtig vorkommen,
denn es wird immer Menschen geben, die größer oder geringer sind als Du. Freue
Dich Deiner Leistungen, wie auch Deiner Pläne.

Bleibe weiter an Deinem eigenen Weg interessiert, wie bescheiden er auch sei. Im
wechselnden Glück der Zeiten ist er ein echter Besitz. In Deinen geschäftlichen
Angelegenheiten lasse Vorsicht walten, denn die Welt ist voller Betrug. Doch soll das
Dich nicht blind machen für vorhandene Rechtschaffenheit. Viele Menschen
bemühen sich, hohen Idealen zu folgen, und überall ist das Leben voller Heldenmut.

Sei Du selbst. Vor allem heuchle nicht Zuneigung. Und sei, was die Liebe anlangt,
nicht zynisch. Denn trotz aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch ewig und
beständig wie das Gras.

Nimm freundlich-gelassen den Ratschluss der Jahre an, und gib mit Würde die Dinge
der Jugend auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit er Dich bei unvorhergesehenem
Unglück schütze. Aber quäle Dich nicht mit Gedanken. Viele Ängste kommen aus
Ermüdung und Einsamkeit. Neben einem gesunden Maß an Selbstdisziplin sei gut zu
Dir.

Du bist nicht weniger ein Kind des Universums als es die Bäume und die Sterne sind;
Du hast ein Recht, hier zu sein. Und, ob dies Dir klar ist oder nicht: Kein Zweifel
besteht, dass das Universum sich so entfaltet, wie es sich entfalten soll.

Darum lebe in Frieden mit Gott, wie auch immer Du IHN verstehst. Was auch immer
Dein Mühen und Dein Sehnen ist: Halte in der lärmenden Wirrnis des Lebens mit
Deiner Seele Frieden. Trotz aller Falschheit, trotz aller Mühsal und all der
zerbrochenen Träume ist es dennoch eine schöne Welt.

Sei vorsichtig. Und strebe danach, glücklich zu sein.

Dieses Fest der Liebe war reich an Geschenken und Glückseligkeit. Mehr kann und möchte ich gar nicht sagen — eine Reise durch Emotionslandschaften, feuchte Lippen vom Morgentau einer zusammen erlebten Schmetterlingsnacht, Musik, Worte, Schritte. Bei aller Erdverbundenheit schwebe ich und schwimme. Hinter mir liegen drei unglückliche Jahre, vor mir glänzt das Licht, es leitet, führt, liebkost mich. Die kleinen Dinge — Worte, SMSe, E-Mails —, mit denen mich Freunde bedachten, wiegen schwerer als die Unnettigkeiten, die es — wie jedes Jahr — auch gab. Michael F. Stoerzer beispielsweise schickte mir die »Desiderata«, die ich hier mit Euch teilen möchte, weil sie einfach gut tut. Meine Empfehlung: LAUT LESEN!
Barbarella schickte mir die liebsten Grüße, Stefan und Perlchen sowieso; Ihr lieben LeserInnen hier im Blog; Nikolaus Firmkranz schrieb mir einen so lieben Satz, den ich gleich in meinem Tagebuch verewigen musste; Tori sang stundenlang für mich, und The Gift (aus Portugal!) begleitet mich nach 2007. Danke, Prinzessin! — Du tanzt mit meinem Herzen.

Stop breathing I’m trying to get some sleep
Stop breathing allow me to repeat
Keep breathing I guess it would disturb
Keep breathing the road is getting long
Maybe I will find you in another place
Maybe I will find you with somebody else

Keep breathing life is hard to play
Keep breathing we haven’t find the way
Stop breathing this game it makes no sense
Stop breathing
Maybe I will find you in another place
Maybe I will find you with somebody else

The things that they said us
The things that we run off
Though we try to move over
After all that we saw
The stage is clear, the view is soft
But it’s so cold, warm enough
The game is set, and too much players again
And here we are, in front of them again
Keep breathing I’m glad to see you back
Keep breathing I thought we would give up
Stop breathing their eyes will catch our soul
Stop breathing their ears will break our mind
Keep breathing and join the carrousel
Stop breathing pretend a pantomine
Keep breathing today we woke up blue
Stop breathing perhaps we lay down dark
Keep breathing I’m trying to get some sleep
Stop breathing allow me to repeat
Keep breathing and join the carrousel
Stop breathing
And dark, and blue, and again
Maybe I will find you in another place
Maybe I will find you with somebody else

Keep breathing I’m trying to get some sleep
Stop breathing allow me to repeat
Keep breathing this game it makes no sense
Stop breathing
Maybe I will find you in another place
Maybe I will find you with somebody else

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2 thoughts on “27. Dezember 2006

  1. Pingback: 4. Januar 2007 | Vivàsvan Pictures / André Schneider

  2. Pingback: 25. Januar 2017 | Vivàsvan Pictures / André Schneider

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